In Deutschland müssen jährlich über 30000 Unternehmen Insolvenz anmelden. Nicht selten entsteht diese Situation durch einen oder mehrere Forderungsausfälle in diese Situation. Gerade bei mittelständischen und kleinen Unternehmen, die ohne große finanzielle Rücklagen wirtschaften müssen, kann der Ausfall einer Rechnung schnell die eigene Existenz gefährden.
Schon im Vorfeld wurden für Materialien, laufende Gehälter und andere Abgaben erhebliche Gelder verauslagt.

Die Finanzdienstleistung Factoring kann Sicherheit schaffen und Forderungen gegen deren Ausfall schützen. Das Risiko sichert der Factor durch den Abschluss einer Warenkreditversicherung im Hinblick auf den jeweiligen Debitor ab. Für jeden Kunden wird ein Ankauflimit vergeben, bis zu dessen Höhe der mögliche Ausfall abgedeckt ist. „Die Factoringnehmer können so dank Factoring ruhiger schlafen“.

Funktionsweise von Factoring für Unternehmen

Das Factoring hat in den letzten Jahren einen festen Platz im Mittelstand gewonnen. Das „Standard Factoring“ vereint in seiner Funktionsweise die Elemente der Finanzierung, des Ausfallschutz und der Übernahme des Debitorenmanagements in einer Dienstleistung. Anschlusskunden verkaufen die Forderungen an den Factor und erhält zwischen 80 – 95% Prozent der Rechnungssumme sofort auf dem Konto gutgeschrieben. Die verbliebenen 5 – 20% dienen zunächst als Sicherheitseinbehalt und wird abzüglich einer Gebühr überwiesen, sobald der Factor das Geld durch den Debitor erhalten hat. „Die verkauften Forderungen sind versichert und das Ausfallrisiko liegt nun beim Factoring Unternehmen“.

Der Vorteil für Anschlusskunden: So müssen bereits bevorschusste Rechnungen im Insolvenzfall eines Debitors nicht zurückgezahlt werden, sie verbleiben im Unternehmen. Dadurch wird eine mögliche Existenzgefährdung wegen Forderungsausfall bei mittelständischen  und kleinen Firmen durch Factoring verringert.

Die Übernahme des Debitorenmanagements ist neben der fortlaufenden Finanzierung und dem Ausfallschutz ein wesentlicher Funktionsbestandteil beim Factoring. Unternehmen senken durch die Auslagerung ihre innerbetrieblichen Fixkosten und gewährleisten ein professionelles Forderungsmanagement. Gerade kleinere Unternehmen profitieren durch diese Entlastung und wissen, dass dieser Bereich durch den Factor kompetent betreut wird. Die Kunden können sich auf das Kerngeschäft konzentrieren. Sollte dennoch ein Debitor einmal nicht bezahlen, übernimmt der Factoringgeber ein mit dem Factoringnehmer abgestimmtes Mahnwesen.

Mehr Vorteile von Factoring

Factoring ist eine umsatzkongruente Finanzierung und sichert so die Liquidität nachhaltig im Unternehmen. Wenn Banken zum Beispiel in Wachstumsphasen Kredite oft nur behutsam und gegen zusätzliche Sicherheiten gewährleisten, berücksichtigt der Factoring-Anbieter die positive Perspektive weitaus stärker und stellt die Mittel für die Expansion zur Verfügung.
Gerade auch für Junge Unternehmen macht diese Finanzdienstleistung Sinn. Die Gebühren für Factoring lassen sich dabei oft schon durch den Einsatz von Skonti im Einkauf kompensieren.

Factoringnehmer sichern sich auch einen Wettbewerbsvorteil gegenüber ihren Konkurrenten, denn sie können ihren Kunden längere Zahlungsziele anbieten ohne auf die Liquidität zu verzichten.