Im Factoring ist mit der Risikoübernahme die Übernahme des Risikos des Ausfalls einer Forderung durch den Factor verstanden. Im Factoring steht der Factor gegenüber dem Kunden dafür ein, dass der Abnehmer seinen finanziellen Verpflichtungen aus dem abgeschlossenen Geschäft auch nachkommt.

Für diese Risikoübernahme ist eine Analyse der Bonität des Abnehmers von Seiten des Factors unabdingbar. Hat der Abnehmer negative Merkmale, beschränkt sich der Factor in der Regel auf das reine Inkasso des Rechnungsbetrages und die Risikoübernahme entfällt.

Diese Risikoübernahme wird in der Fachsprache Delkredere genannt. In der Praxis übernehmen Factoring-Unternehmen einen 100%igen Delkredereschutz im Rahmen eines Limits, welches zuvor geprüft wurde. Somit geht die Risikoübernahme im Factoring weit über die Leistungen einer Kreditversicherung hinaus.

Für die Risikoübernahme des Forderungsausfalls wird ein sog. Factoringentgelt fällig. Die Höhe dieses Entgelts richtet sich nicht nur nach dem Risiko, sondern ist auf vom Arbeitsaufwand und vom Kapitalmarkt abhängig. Das Entgelt für die Risikoübernahme bewegt sich in Deutschland zwischen 0,8 und 2,5 Prozent.

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