Die Liquidität ist im Allgemeinen die Fähigkeit, auf dem Markt ein Wirtschaftsgut schnell gegen ein anderes zu tauschen. Hierbei ist eines der beiden Wirtschaftsgüter ein Geldwertes Zahlungsmittel.

Somit bezeichnet die Liquidität die Verfügbarkeit über ausreichende Zahlungsmittel, jedoch müssen neben der Verfügbarkeit von Zahlungsmitteln aber auch Tauschpartner gefunden werden, die die gewünschten Geschäfte gegen Geld abwickeln. In der Betriebswirtschaftslehre ist die Liquidität die Zahlungsfähigkeit, die sich im Rahmen der fristgerechten und uneingeschränkten Zahlung der fälligen Verbindlichkeiten bewegt. Unterschieden werden hierbei drei Grade, die sich auf den Zeitraum in dem die Verpflichtung fällig wird, beziehen.

Unter einem Jahr liegen die kurzfristige Liquiditäten, während die mittelfristige Liquiditäten zwischen einem und fünf Jahren liegen und langfristige Liquiditäten solche sind, die über fünf Jahre hinweg gehen. Die mittel- und langfristigen Liquiditäten spielten bis 2001 keine bedeutende Rolle, was sich jedoch durch das Basel II Abkommen grundlegend geändert hat. So müssen bei einer Kreditvergabe durch eine Bank nun auch die langfristigen Liquiditäten geprüft und berücksichtigt werden.

Eine mangelnde Liquidität kann durch eine zu geringe Eigenkapitaldecke sowie durch eine Überschuldung eintreten. Meist tritt eine zu geringe Liquidität überraschend ein, besonders wenn ein Unternehmen nur eine mangelhafte Liquiditätsplanung betreibt. Letztendlich führt dies in die Insolvenz.

Maßnahme zur Sicherung der Liquidität >>

Bei einer sehr hohen Liquidität hingegen werden die vorhandenen Zahlungsmittel schlecht investiert oder gehortet und es müssen Rentabilitätseinbußen hingenommen werden. Aufgrund der Inflation verliert das Unternehmen zudem einen Teil seines Vermögens, wenn auf eine gute Verzinsung der liquiden Mittel verzichtet wird.

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