Das deutsche Recht unterscheidet zwischen den Geldforderungen und den Sachforderungen. Bei einer Sachforderung kann die Forderung mittels eines Gegenstandes oder einer Leistung beglichen werden, während es sich bei den Geldforderungen um Forderungen handelt, die in Form von Geld beglichen werden müssen. Diese Unterscheidung findet besonders bei der Pfändung ihre Anwendung. Hierbei kann zum einen in das Vermögen und zum anderen in das Sachvermögen, wie Stereoanlage etc., vollstreckt werden.

Im Finanzmanagement von Unternehmen ist unter Geldforderungen die Summen zu verstehen, die der Debitor dem rechnungsstellenden Unternehmen schuldet. Die Geldforderungen innerhalb des Factoring sind die offenen Forderungen des Unternehmens, die an das Factoring-Institut verkauft wurden und für die die Factoring-Gesellschaft den Betrag dem Factoring-Kunden gutschreibt.

Ausgezahlt werden hierbei jedoch zunächst 80 bis 95% der Geldforderung. Der Rest wird als Sicherheit für Mängelrügen und Skontoabzüge einbehalten. Wurden die Geldforderungen durch den Debitor beglichen, wird der restliche Betrag dem Factoring-Kunden gutgeschrieben. Jedoch wird hierbei noch eine Gebühr für das Factoring-Institut abgezogen.

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